„Wer keine Muße kennt, lebt nicht“
sagt ein altes Sprichwort aus Sizilien.
Ich habe mich hingesetzt, um einen Text über unseren Workshop zu schreiben. Herausgekommen ist dabei eine Sammlung von Gedanken rund um den Workshop. Ich habe mich auf die Reise meiner Gedanken, auf Wortspielereien, eingelassen und bin ihnen einfach gefolgt – folgen Sie mir?
Als erstes kam mir das altmodische Wort „Muße“ in den Sinn.
Wurde noch vor einiger Zeit Muße als Nichtstun verachtet und Menschen als Nichtstuer, gleichzeitig als Nichtsnutze, bezeichnet, ist Muße heute wieder zu einem hohen Gut, ja fast schon zu einem Privileg, geworden. Im Rahmen der Wellness- und Selfnessbewegung nun ist es sogar ein wichtiger Aspekt, sich wieder „Muße“ zum Erhalt der Gesundheit von Körper und Seele zu gönnen.
„Als Muße bezeichnet man die Zeit, welche eine Person zum Nutzen nach eigenem Wunsch zur Verfügung steht, worin sie sich „erquickt und erbaut“ – steht im Wikipedia.
Ich liebe altmodische Wörter – erquicken und erbauen – sind Wörter, die mich an Johann Wolfgang Goethe erinnern.
„O wer flüstert mir zu, an welchem Fenster erblick ich Einst das holde Geschöpf, das mich versengend erquickt?“
schreibt er in den Römischen Elegien“.
„Bei der Muße soll nicht etwa träges Nichtstun locken, sondern das Erforschen und Auffinden der Wahrheit.“ (Augustinus von Hippo)
Wenn wir uns von den Lasten der Vergangenheit befreien (Woher komme ich?), unseren Lebenstraum fest in uns verankert haben (Wohin gehe ich?) können wir im Leben im Augenblick – im Hier und Jetzt (Wo stehe ich?) ankommen.
Die Würze des Lebens sind die sehr einfachen Dinge: Liebe, Humor, Kreativität, Gelassenheit, Lebensfreude und die Bereitschaft sich auf den Reifungsprozess des Lebens in all seinen Facetten und Veränderungen einzulassen.
Via Vita ist ein Weg ….
Wer keine Muße kennt, lebt nicht.
Dienstag, 13. Januar 2009
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